Burgán im Berlin ACUD Theater

Mit schwarzem Humor durch die Zeit

Was passiert, wenn Menschen Masken tragen und auf Campinghockern sitzen? Was ist, wenn aus dem Fernseher nur „Blabla“ dringt? Dann ist in Berlin Performance angesagt, die bitterböse und treffend zugleich ist.

Es tobt wahrscheinlich Krieg auf der Welt. Menschen suchen nach Orientierung. Politiker geben keine Antworten auf die Fragen der Zeit. Und die Flucht in Parallelwelten wird zur wirren Farce.

Burgán heißt das Ganze am Berliner „ACUD Theater“. Burgán (burgunda, burgyne, burkón, burak, burka) ist eine regionale Bezeichnung für die Futterrübe. „Ihr jungen Leute könnt euch kaum vorstellen, wie schwer wir es hatten! Und wir waren so arm, dass wir die Rüben selbst essen mussten!“, ist einer dieser alt hergebrachten Sprüche, an denen sich die Performance aus Prag entlanghangelt, wenn die Darsteller*innen vor dem aufgespannten Campingzelt mit Spitzenvorhang chillen und das „Blabla“ aus dem Bildschirm über sich ergehen lassen.

Das hat alles etwas von schwarzem Humor; vielleicht nicht das nachhaltigste, aber zumindest verständliche Mittel, mit dem Heute umzugehen.

Die spitzfindige und konzise Performance überzeugt. Auch wenn die Rübe sicherlich nicht die Antwort auf die Probleme dieser Welt ist.