Kay Voges' Dortmunder "Borderline Prozession" fährt zum Berliner Theatertreffen

Der Intendant des Theaters Dortmund, Kay Voges, ist mit seiner vielfach gelobten Inszenierung Die Borderline Prozession zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen worden. Als "eine Meditation zur allgemeinen Weltverwirrung" lobte die Festspiel-Jury am Dienstag das Stück, das seit April 2016 in der Dortmunder Ausweich-Spielstätte Megastore aufgeführt wird.

 In der Inszenierung sind weit über 30 Künstler beteiligt. Es geht um die Komplexität der Welt und die provozierende Einfachheit von Geburt und Tod – zwischen Bildender Kunst, Theater, Film und Liturgie. Dietmar Zimmermanns Beitrag zur Borderline Prozession für theater:pur lesen Sie hier.

Zu den besten Inszenierungen des vergangenen Jahres kürte Jury des Berliner Theatertreffens zudem auch Johan Simons Interpretation von Theodor Storms Der Schimmelreiter, die am Thalia Theater in Hamburg gezeigt wird. Simons ist designierter Intendant am Schauspielhaus Bochum und wird ab der Spielzeit 2018/19 die Leitung des Hauses übernehmen.

Das Berliner Theatertreffen gilt als "Best of" des deutschsprachigen Theaters. 377 Produktionen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich wurden in den vergangenen Monaten von einer Jury gesichtet und diskutiert. Die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen" der vergangenen Saison werden vom 5. bis 21. Mai im Haus der Berliner Festspiele präsentiert. – Andreas Rehnolt