Übrigens …

Modernes Tanz-Theater beim „africologne-Festival“

Afrika – das steht nicht nur für Bürgerkrieg und Korruption, Kinderarbeit und Kindersoldaten. Afrika - das heißt auch: Theater und Tanz, Performance und Musik, Bildende Kunst, Literatur und Film. Elf Tage lang, vom 14. bis 24. Juni, öffnet sich in Köln ein weites Fenster für Blicke auf aktuelle und moderne west- und zentralafrikanische Kultur. Zum vierten Mal präsentieren 70 Künstler aus Burkina Faso, der Republik Kongo und Uganda beim africologne-Festival ihren theatralisch-künstlerischen Umgang mit den Realitäten in ihren Ländern.

Partner des Kölner Festivals, bei dem 13 Produktionen präsentiert werden, sind „Le Tarmac“ aus Paris und das Tanzhaus nrw in Düsseldorf. Koproduktionspartner sind das „Festival de Limousin“ in Limoges, die „Halles de Schaerbeek“ in Brüssel, das „Festival de Marseille“, das „Tarmac des Auteurs“ im kongolesischen Kinshasa und das „Festival Récréâtrales“ aus Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso.

Eröffnet wird das africologne mit der Tanz-Kreation Kalakuta Republik des längst auch international gefeierten Choreographen und Tänzers Serge Aimé Koulibaly aus Burkina Faso. Für Belgiens Tanz-Meister Alain Platel ist der Westafrikaner „Teil einer faszinierenden Generation, die künstlerische Brücken zwischen Europa und dem afrikanischen Kontinent bauen möchte“.

Schon traditionell ist das „Dialogforum“, in dem in diesem Jahr, unter dem Titel „Demokratien in Afrika – alles nur Theater?“, Künstler aus dem Senegal und Burkina Faso, aus Burundi und den beiden Kongos über Macht und Ohnmacht von Protestbewegungen in Afrika diskutieren – und über die Rolle Europas. - Günther Hennecke