Sinnlichkeit und nordische Schatten - Das „Kölner Sommerfestival“ wird 30

30 Jahre und kein Ende. Nach seiner „Erfindung“ in den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts feiert das „Kölner Sommerfestival“ in diesem Jahr einen  runden Geburtstag. Seit drei Jahrzehnten geben sich im Juli und August (22.7. bis 20.8.) über vier Wochen lang vier internationale Truppen in der ehrwürdigen Philharmonie der Domstadt die Ehre.

Aus den USA kommt das American Dance Theatre „Alvin Ailey“ (8. bis 13.8.) nicht zum ersten Mal an den Rhein. Die international wohl erfolgreichste Tanz-Compagnie Amerikas präsentiert vier Choreographien – mit Alvin Aileys eigener Komposition „Revelations“ (Offenbarungen) im Zentrum. Ein Stück, das in den tiefen Süden der USA führt und dem afroamerikanischen Erbe „Bilder von zeitloser Schönheit und Eleganz“ abgewinnt.

Überraschen dürfte das „Teatro Delusio“ mit der „Familie Flöz“. Die von Berlin  aus agierende Truppe, Schauspieler und Tänzer, Musiker, Regisseure und Bühnenbildner aus zehn Nationen umfassend, verspricht ein „Theatererlebnis voller Poesie“. Ein wenig kryptisch gibt sich die Selbstbeschreibung, nach der die Familie Flöz „aus dem dunklen Bauch der Erde… zum ersten Mal ans Licht kommt“ (22. und 23. 7.). Um im „Dunkeln“ zu bleiben: Die US-amerikanische  Tanzkompagnie  „Pilolobos“ präsentiert „Neues aus dem Reich der Schatten“ mit der Schau „Shadowland“ (25.7.-6.8.)

Höhepunkt der Kölner Festival-Tage dürfte das Tango-Musical „Tanguera“ werden, das „Sinnlichkeit und Leidenschaft“ in der Philharmonie zum Blühen bringen will. „Schmerz und Begierde“ gelten zudem als Markenzeichen der Choreographien des Tango-Stars Mora Godoy und seiner 30 Tänzerinnen und Tänzer aus Argentinien (15. bis 20.8.). – Günther Hennecke