In Köln fordert die oppositionelle SPD einen Neubau der Oper

Angesichts der immer teurer werdenden Sanierung von Oper und Schauspielhaus in Köln hat die oppositionelle SPD in der Domstadt jetzt gefordert, auch über einen Neubau nachzudenken. Der Fraktionsvorsitzende Büschel sagte, es müssten Alternativen zum bisherigen Plan geprüft werden. "Wir befürchten, dass die Sanierung weiter ein Fass ohne Boden bleibt", sagte Börschel. Die zuletzt prognostizierte Summe von bis zu 570 Millionen Euro sei seiner Überzeugung nach noch nicht das Ende.

Anfang Juli war bekannt geworden, dass die Generalüberholung von Oper und Schauspielhaus in Köln mehr als doppelt so teuer werden wird, wie ursprünglich geplant. Statt 250 Millionen Euro soll die Sanierung nun zwischen 545 und 570 Millionen Euro kosten. Die Wiedereröffnung der Bühnen ist für Ende 2022 geplant. Ursprünglich war dies schon für 2015 vorgesehen.

Börschel forderte zudem Vorschläge zur Reduzierung von Standards bei der Sanierung. "Erst wenn wirklich belastbare Planungen vorliegen, kann eine realistische Zeit- und Kostenprognose erstellt werden. Erst dann kann entschieden werden, ob ein Weiterbau verantwortbar ist," so der eSPD-Lokalpolitiker.

Parallel will er den Neubau von Oper und Schauspiel an anderer Stelle in Köln prüfen lassen – etwa im Staatenhaus, am Deutzer Hafen oder am Carlswerk in Mülheim. Im Rahmen der Prüfung von Alternativen müsse gleichzeitig der Verkauf des Offenbachplatzes an Investoren und die Nachnutzung geprüft werden. – Andreas Rehnolt