Internationale Tanzwochen Neuss starten am 3. Oktober

Die Geschichte des zeitgenössischen Tanzgeschehens werden die Internationalen Tanzwochen bei ihrem Saisonstart am 3. Oktober um ein kleines, aber feines Kapitel erweitern. Dann gibt es die erst im vergangenen Jahr von dem kubanischen Ballettstar Carlos Acosta gegründete Acosta Danza in der Neusser Stadthalle als Deutschlandpremiere - wenige Tage nach ihrem Auftritt in London.

Dass die britische Hauptstadt für diesen Einstand ausgewählt wurde, ist sicherlich kein Zufall, denn Carlos Acosta war von 1998 bis 2003 Mitglied und anschließend dreizehn Jahre Erster Gaststar des Royal Ballet, wo ihn die Freunde des klassischen Tanzes in vielen Rollen von Siegfried (Schwanensee), Albrecht (Giselle) bis hin zu seiner Inszenierung des Don Quixote erleben konnten.

In der aktuellen Saison 2017/18 wird Acosta an der Stätte seines bisherigen Wirkens als „Principal Guest Répétiteur“ tätig sein, so die Bühne in ihrer Ankündigung. Acosta wurde in Havanna geboren und an der Staatlichen Ballettschule seiner Heimatstadt ausgebildet. Anschließend tanzte er beim English National Ballet, dem Staatlichen Ballett von Kuba und dem Houston Ballet.

Die Kultur und Geschichte seiner Heimat waren und sind für ihn wichtige Elemente, wie beispielsweise sein Tocororo – a Cuban Tale („Kubatrogon – ein kubanisches Märchen“) zeigte, das 2003 am Londoner Sadler's Wells Theatre alle Kassenrekorde brach. Seine Autobiographie No Way Home (2007) war ein britischer Bestseller, dem 2013 der erste Roman (Pig's Foot) folgte. – Andreas Rehnolt