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Duisburger Akzente zum Thema „Nie wieder Krieg?“ eröffnet

Mit einem Eröffnungsfest in der Liebfrauen-Kulturkirche sind am Samstag (3. März) die diesjährigen Duisburger Akzente eröffnet worden. Zum Auftakt des bis zum 18. März terminierten traditionsreichen Kulturfestivals in der Revierstadt gab es im Anschluss eine bewegende Aufführung des wohl berühmtesten Antikriegsstücks über den Ersten Weltkrieg: Im Westen nichts Neues nach dem Roman von Erich Maria Remarque. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs lautet das Motto der Akzente „Nie wieder Krieg?“

Remarque erzählt die Geschichte von vier Freiwilligen, die von der Schulbank direkt in den Krieg ziehen. Aus eigenem Erleben schildert er die Gräuel der Front, berichtet von den Traumata der Soldaten, von den Hindernissen ihrer Wiedereingliederung, der realitätsfernen Sicht der Zivilgesellschaft auf den Krieg, der Verführungskraft falscher Heldenmythen und der Militärpropaganda.

Zum Ende der knapp zweistündigen intensiven Inszenierung des Staatstheaters Hannover gab es minutenlangen stehenden Applaus des Publikums für die sechs Protagonisten auf der Bühne. Die 39. Duisburger Akzente greifen „eine alte pazifistische Losung auf, versehen sie angesichts zahlreicher bewaffneter Konflikte in Vergangenheit und Gegenwart allerdings mit einem Fragezeichen“, hieß es bei der Eröffnung des renommierten Festivals.

In dessen Rahmen findet auch immer das Theatertreffen statt, zu dem diesmal unter anderem auch die Inszenierung Die Perser in einer Version des Wiener Burgtheaters sowie die Aufführung Richard III vom Thalia Theater Hamburg anreist. Im Rahmen des Festivals finden zudem zahlreiche Ausstellungen, Lesungen und Diskussionsrunden zum Thema Krieg und Frieden, Sieger und Besiegte statt.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges entstand 1919 unter Mitwirkung von Carl von Ossietzky und Kurt Tucholsky mit dem „Friedensbund der Kriegsteilnehmer“ eine neue pazifistische Organisation. Dieser Bund initiierte im Juli 1920 ein Aktionsbündnis unter dem Motto „Nie wieder Krieg“. – Andreas Rehnolt