Übrigens …

30 Millionen Euro zusätzlich vom Land NRW für kommunale Theater und Orchester

Die kommunalen Theater und Orchester erhalten vom Land NRW bis 2022 rund 30 Millionen Euro mehr. Davon sollen 20 Millionen Euro als Basisförderung und zehn Millionen Euro als zusätzliche Förderung für besondere Vorhaben vergeben werden, so Landeskulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). 

Die weltweit einzigartige Theater- und Orchesterlandschaft in Deutschland und ganz besonders im kommunal geprägten Nordrhein-Westfalen müsse in ihren Fundamenten stabilisiert werden, so Pfeiffer-Poensgen weiter. „Nur dann können sich Theater und Orchester gut entwickeln und zukunftsfähig werden. Die Stabilisierung dieser wichtigen Orte der Kunst, des öffentlichen Diskurses und der Bildung wird auch die Kommunen und das gesamte Land stärken“, betonte die Ministerin.

Bereits im laufenden Jahr soll die Landesförderung für kommunale Theater  und Orchester für die Sparten Oper/Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Orchester sowie Kinder- und Jugendtheater um sechs Millionen Euro erhöht werden. In den Jahren 2019 bis 2022 soll dieser Betrag nochmals um jeweils 3,5 Millionen Euro aufgestockt werden. So werde im Jahr 2022 ein Betrag von 20 Millionen Euro erreicht. Dazu soll es 10 Millionen Euro zur Förderung von Profilbildung der Theater und Orchester geben, die im Wege von Wettbewerben vergeben werden.

Künstlerische Arbeitsschwerpunkte könnten dabei ebenso eingebracht werden wie neue Konzepte, beispielsweise Programme für zeitgenössische Musik, Digitalisierung in künstlerischen Arbeiten oder spartenübergreifende Ansätze. Die Gelder aus dem Kulturetat des Landes sollen Kommunen unterstützen und ermutigen, ihre Förderung der kommunalen Theater und Orchester beizubehalten und weiterzuentwickeln.

Mit jeder Kommune wird eine Fördervereinbarung zur Theater- und Orchesterförderung geschlossen. Die Neustrukturierung ist das Ergebnis eines intensiven Austauschs des Ministeriums mit den künstlerischen Institutionen, den betroffenen Kommunen, dem Städtetag NRW, dem Deutschen Bühnenverein und dem NRW Kultursekretariat Wuppertal. – Andreas Rehnolt