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Bridget Breiner wird neue Ballettdirektorin des Staatsballetts Karlsruhe

Die Ballettdirektorin am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (MiR), Bridget Breiner, wird zur Spielzeit 2019/2020 in dieser Funktion ans Staatsballett Karlsruhe wechseln. Dies teilte ein Sprecher der Gelsenkirchener Bühne mit. Breiner trete in Karlsruhe die Nachfolge von Kammertänzerin Birgit Keil an, die dort seit der Saison 2003/04 tätig ist. Sie bleibt bis zur Spielzeit 2019/2020 in Gelsenkirchen. 

Birgit Keil war - wie Bridget Breiner - Solistin des Stuttgarter Balletts unter John Cranko gewesen, beendete 1995 ihre internationale Tänzerinnen-Karriere und übernahm die Ballettdirektion am Badischen Staatstheater. Breiner, seit nunmehr sechs Jahren Direktorin des Balletts im MiR, tanzte unter anderem am Bayerischen Staatsballett, dem Semperoper Ballett Dresden und war erste Solistin in Stuttgart, wo sie gleichzeitig eine erfolgreiche Karriere als Choreografin begann.

Ihr Debüt in Gelsenkirchen hatte sie 2012 mit der Inszenierung des Opern-Tanz-Abends Großstadt-Triptychon, woraufhin sie sich in der darauffolgenden Spielzeit mit Blau Blue Bleu als neue Ballettdirektorin der Öffentlichkeit vorstellte. Ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit im MiR lag auf der Standortbestimmung und Weiterentwicklung des klassischen Tanzes. Besonders die Interpretation der Dramen William Shakespeares waren ihr ein Anliegen.

Während ihrer Zeit in Gelsenkirchen wurde Breiner zweimal mit dem deutschen Theaterpreis „Der FAUST“ ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis für Ruß – Eine Geschichte vom Aschenputtel und Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin. Der Generalintendant des MiR Michael Schulz wünschte Breiner eine spannende und erfolgreiche Zukunft.

Trotz des Wechsels werde der Tanz für das MiR seinen wichtigen Stellenwert in Gelsenkirchen innehaben. Bei der Suche nach einem Nachfolger wünschte sich Schulz, dass der Tanz im Revier sein bewährt hohes Niveau und seine überregionale Stahlkraft behält. - Andreas Rehnolt