Bergmann und Tombeil bleiben in Essen

 Der amtierende Intendant am Schauspiel Essen, Christian Tombeil, bleibt auch weiterhin in seinem Amt. Der Aufsichtsrat hat nach Angaben eines Sprechers vom Samstag jetzt den Vertrag des 53-Jährigen bis zum Jahr 2023 verlängert. Auch der Vertrag des derzeitigen Geschäftsführers Berger Bergmann wurde bis zum Jahr 2024 verlängert, hieß es weiter.

Tombeil führt die Essener Schauspielsparte seit 2010. Berger Bergmann ist seit 2008 Geschäftsführer der Theater und Philharmonie Essen GmbH. Der Schauspiel-Intendant hat während der zurückliegenden Jahre mit zahlreichen sozial- und gesellschaftskritischen Stücken, die häufig auch lokale Themen aufgegriffen haben, für überregionale Aufmerksamkeit gesorgt.

So widmete sich Regisseur Volker Lösch zuletzt mit seinem Stück Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital der Teilung der Stadt Essen in einen armen Norden und einen wohlhabenderen Süden. Und auch das mixed reality game mit dem Titel Der Spalt, das zum bis 30. Juni eine zweite Realität über den Essener Stadtraum legt, thematisiert auf spielerische Weise die Heterogenität dieser Stadt. 

„Mit Christian Tombeil haben wir einen höchst engagierten Intendanten, der sowohl den künstlerischen Auftrag des Theaters als auch die Wünsche und Bedürfnisse des Publikums im Blick hat", hieß es nach der Vertragsverlängerung. Ein Beleg für sein erfolgreiches Wirken sei auch der Zuschauerzuspruch, der in der jetzt auslaufenden Jubiläumsspielzeit bei einer Platzauslastung von über 82 Prozent liegt. –Andreas Rehnolt