Ausstellung in Zons zeigt das Werk von Helmut Hahn als Bühnenbildner

Unter dem Titel Die Erinnerung läuft rückwärts zeigt das Kreismuseum im rheinischen Zons ab dem 31. Oktober eine Ausstellung zum Werk des Maleres und Textilkünstlers Helmut Hahn (1928-2017) als Bühnenbildner, das bislang weniger bekannt war. Schon als Kind faszinierten ihn nämlich vor allem die Bühne und das Schauspiel als Orte der Inszenierung und Wirklichkeitsveränderung.

Nicht nur eine Anfang der 1950er Jahre begonnene Karriere als Assistent der Bühnen- und Kostümgestaltung an den damaligen Städtischen Bühnen Mönchengladbach-Rheydt, sondern vor allem zahlreiche Entwürfe für Bühnenbilder sowie klassische Kostüme zeugen von einer Begeisterung für das Theater. Etwa fünf Jahre blieb Hahn beim Theater. Fünfundzwanzig Bühnen- und Kostümentwürfe geben in der bis zum 23. Dezember terminierten Schau einen Einblick in diese frühe Schaffensjahre des Künstlers. 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte Hahn 1948 ein Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf begonnen. Noch vor dem Abschluss als Meisterschüler ging er dann an die Textilingenieurschule nach Krefeld, danach an die Werkkunstschule in Wuppertal. Er wurde im Laufe seiner Karriere zu einem renommierten und äußerst vielseitigen Künstler.

Ein großer Teil seines Werkes, das unter anderem Zeichnungen, Collagen, Stickereien, Wandbehänge, Fotografien, Faltobjekte, Tapetenentwürfe, Aquarelle oder Perl-Mosaiken umfasst, gehört seit 1989 zur Sammlung des Museums Zons. Insgesamt zählen rund 900 Arbeiten von Hahn zur Sammlung des Hauses. Anlässlich des bevorstehenden dreißigjährigen Sammlungsjubiläums wird mit der Schau ein Blick auf Hahns künstlerische Anfänge geworfen. 

Doch das Gesamtwerk des Anfang 2017 verstorbenen Künstlers lässt immer wieder Anklänge an die frühe Phase als Bühnenbildner erkennen, die in der Ausstellung dargestellt werden und so die Entwicklung des Künstlers zum Textildesigner aufzeigen. Die Ausstellung wird durch Installationen der Bühnenbildnerin Miriam Möller-Wieland ergänzt, die die Theaterentwürfe Hahns anschaulich und lebendig werden lassen.

Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. - Andreas Rehnolt