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Wuppertaler Stadtrat beschließt Pina-Bausch-Zentrum

Die bergische Metropole Wuppertal hat jetzt die Planung und Errichtung eines Pina-Bausch-Zentrums in der Stadt beschlossen. Der Stadtrat gab grünes Licht für das nach jetzigem Stand 58,4 Millionen Euro teure Vorhaben. An dem Zentrum sollen Aufführungen, Archiv sowie auch die Erinnerung an die vor zehn Jahren verstorbene weltberühmte Choreographin und Gründerin des Tanztheaters, das nach ihr benannt ist, an einem Ort gebündelt werden.

Der Bund hat bereits vor zwei Jahren beschlossen, die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Das Land Nordrhein-Westfalen gibt - ebenfalls entschieden - 12,5 Millionen Euro. Für den restlichen Betrag in Höhe von 16,7 Millionen Euro kommt die finanziell eher klamme Stadt auf, die seit einigen Jahren in der Kulturpolitik (Schauspiel-Tanz-Von-der-Heydt-Museum) „kein wirklich glückliches Händchen“ hat, wie Insider immer wieder betonen. Die Eröffnung des Zentrums ist für 2025 vorgesehen.

Im neuen Zentrum Pina Bausch wird nach bisherigem Planungsstand auch die gleichnamige Stiftung untergebracht. In diese Stiftung hat der Sohn der Choreografin, Salomon Bausch, schon vor einigen Jahren das künstlerische Erbe von Pina Bausch mit rund 38.000 Fotografien, 3.900 Videos und zahlreichen weiteren Dokumenten eingebracht hat. Auch die Aufführung der Stücke der weltweit gefeierten Kompagnie sollen in Wuppertal künftig im neuen Zentrum statt finden.

Das Zentrum wird in das seit rund zehn Jahren leer stehenden alten Schauspielhaus aus den 1960er Jahren sowie in einem noch zu bauenden Erweiterungstrakt ziehen. Höchste Zeit, denn der bauliche Zustand des unter Denkmalschutz stehenden und auch kulturhistorisch bedeutenden Gebäudes ist nach den langen Jahren des Leerstands und der Nicht-Nutzung in einem relativ desolaten Zustand. Bleibt zu hoffen, dass das Tanztheater Pina Bausch endlich bald wieder nur durch tänzerische Top-Leistungen Schlagzeilen machen wird. - Andreas Rehnolt