Deutscher Bühnenverein lobt Arbeit der Landesbühnen

Anlässlich der 18. Deutschen Landesbühnentage, die seit Mittwoch am Landestheater Tübingen stattfinden, hat der Deutsche Bühnenverein in Köln auf die wichtige Rolle der Landesbühnen für die kulturelle Grundversorgung in den Bundesländern aufmerksam gemacht. 

"Zur Kulturpolitik in den Flächenstaaten gehört, gutes Theater im ländlichen Raum zu ermöglichen. Die 24 Landesbühnen bespielen nicht nur ihre eigene Kommune, sondern reisen auch in die umliegende Region und tragen so dazu bei, dass es überall im Land wohnortnahe Theaterangebote gibt", betonte der Geschäftsführende Direktor des Bühnenvereins, Marc Grandmontagne.

In den Gastspielorten der jeweiligen Region zeigen die Landesbühnen ein vielfältiges Programm für Jung und Alt, ob Musiktheater, zeitgenössisches oder klassisches Drama. Der Bühnenverein thematisiert schon länger, dass Transformationsprozesse im ländlichen Raum zu den wichtigsten gesellschaftlichen Problemen gehören, die die Kulturpolitik nicht alleine lösen kann. "Theater und Orchester kommen zunehmend in die Situation, den Wegfall von öffentlichen Strukturen kompensieren zu müssen", so Grandmontagne.

Das Theater sehe sich dabei wachsenden öffentlichen Erwartungen ausgesetzt: Als Begegnungsort, als Demokratieförderer und als Institution, die durch künstlerische Projekte die regionale Identität stärken soll. Besonders wichtig sei dabei gerade im ländlichen Raum die Kommunikation mit den Menschen vor Ort und deren Partizipation. Hier leisteten die Landesbühnen unverzichtbare Arbeit. Die Landesbühnentage finden bis zum 31. März statt. - Andreas Rehnolt