Übrigens …

Festakt zum sechzigsten Geburtstag des Musiktheaters im Revier

Mit einem Festakt hat das Musiktheater im Revier (MiR) seinen 60. Geburtstag gefeiert. Das MiR war am 15. Dezember 1959 als das „Neue Gelsenkirchener Theater" eröffnet worden. Der Entwurf von Architekt Werner Ruhnau stellte alles in den Schatten, was in dieser Zeit für Theater gebaut wurde, hieß es bei der Feier.

Eine große Bühne und Platz für mehr als 1.000 Zuschauer, modernste Technik und ein riesiger, lichtdurchfluteter Zuschauer-bereich entstanden. Ruhnaus demokratisches Konzept des offenen, gläsernen Foyers, der Sichtachse zur Stadt, der Verbindung von Architektur und Bildender Kunst als kultureller Mittelpunkt der Arbeiterstadt Gelsenkirchen sei „visionär gewesen und ist es noch heute", hieß es beim Festakt.

Auf dem musikalischen Programm des Abends standen vor allem Musikstücke, die dem Jahr 1959 gewidmet waren. Benjamin Brittens A Midsummer Night’s Dream, aus dem das Finale zu hören war, wurde in diesem Jahr komponiert, kurz darauf besuchte Britten persönlich das neue Theater in Gelsenkirchen. Shakespeares gleichnamige Komödie war 1959 auch das Eröffnungsstück des Hauses.

Bereits  am 07. Dezember  fand dann die Premiere der Jubiläumsproduktion des MiR mit Leoš Janá?eks Krimioper Die Sache Makropulos statt. Darin geht es um das Geheimnis einer mysteriösen, alterslosen, aber angeblich 300 Jahre alten Frau – theater:pur berichtet hier. Regisseur Dietrich W. Hilsdorf hatte 1981 seine Karriere als Opernregisseur am MiR begonnen und ist dem Theater seither durch zahlreiche Inszenierungen verbunden.  – Andreas Rehnolt

Theater seither durch zahlreiche Inszenierungen verbunden.  – Andreas Rehnolt