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Ruhrtriennale-Veranstalter gehen von Durchführung des Festivals aus

Die Ruhrtriennale-Veranstalter gehen nach eigenen Angaben vom Donnerstag (19. März) bislang davon aus, das das Festival der Künste im Revier vom 14. August bis 20. September stattfinden wird. Wegen der aktuellen Entwicklungen um das Coronavirus konnte die für Donnerstag angesetzte Programm-Pressekonferenz zur Ruhrtriennale 2020 nicht stattfinden.

Wir verfolgen die Lage sehr aufmerksam und stehen in Kontakt mit den zuständigen Stellen. Die Gesundheit aller steht an erster Stelle. Wir gehen auf Basis der aktuellen Risikoeinschätzung davon aus, dass die Ruhrtriennale stattfinden wird,“ hieß es in der Mitteilung. Die diesjährige Ruhrtriennale ist die letzte von dreien, die Stefanie Carp als Intendantin. 

Geplant sind insgesamt 33 Produktionen und Projekte, darunter zwölf Ur- und Erstaufführungen. Mehr als 700 Künstlerinnen und Künstler aus rund 40 Ländern sind in 17 unterschiedlichen Spielstätten in Bochum, Dortmund, Dortmund, Duisburg, Essen, Gladbeck und Wuppertal zu erleben. Auf dem internationalen Programm aus Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Konzert und Bildender Kunst gibt es zahlreiche Highligts, alte Bekannte und viele Neuentdeckungen zu erleben.

Im Bereich Musiktheater kehrt unter anderem Christoph Marthaler mit „Die Verschollenen (für großes Orchester)“ zurück in die Jahrhunderthalle. Fragmente aus Franz Kafkas Roman „Der Verschollene“ werden in der neuen Musiktheaterkreation zitiert, die sich mit verschollenen Menschen, der Verlorenheit und dem Suchen und Finden von Utopien befasst.

Im Bereich Schauspiel gibt es unter anderem Lola Arias „Futureland“, ein dokumentarisches Theaterstück mit und über geflüchtete Jugendliche. Es erzählt in einer futuristischen Videospiel-Ästhetik die Geschichte von acht Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die vor Krieg, Gewalt und Armut alleine nach Deutschland geflohen sind und sich nun in der deutschen Bürokratie zurechtfinden müssen.

Im Bereich Tanz befasst sich unter anderem der Choreograf Serge Aimé Coulibaly in seiner neuen Arbeit „Wakatt“ mit der omnipräsenten Angst vor dem Anderen, die durch den weltweit grassierenden Nationalismus weiter angeheizt wird. Er entwickelt die Uraufführung gemeinsam mit seinem Faso Dance Théâtre und Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Belgien, Burkina Faso, Mali und Tunesien. Er möchte zum Widerstand gegen die manipulativen Machhaber der Welt aufrufen und verwendet dazu seine expressive Bildsprache mit der er schon bei der Ruhrtriennale 2018 und dem Stück „Kirina“ begeisterte.

Im Bereich Konzert steht unter anderem das Oratorium „Elias“ auf dem Programm, das Spätwerk von Felix Mendelssohn-Bartholdy über den alttestamentarischen Propheten, das an fünf verschiedenen Orten im Ruhrgebiet präsentiert wird. - Andreas Rehnolt