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Gestaltungswettbewerb „Junge Bühne“ in Dortmund abgeschlossen

Dortmunds „Junge Bühne“ bekommt ein Zuhause. Geplant ist nach Angaben der Stadt Dortmund ein quadratischer, gläserner Kubus auf dem Sockel des Schauspielhauses. Mit diesem Entwurf hat das Büro JSWD Architekten aus Köln den Wettbewerb für die Planungen des integrierten Kinder- und Jugendtheaters mit Kinderoper gewonnen. Insgesamt wurden fünf Entwürfe prämiert.

Das Haus vereint Musik und alle darstellenden Künste (Schauspiel, Oper und Tanz) unter einem Dach in einer für junges Publikum bundesweit einzigartigen Weise, hieß es in einer Mitteilung. Es folgen nun die Verhandlungen und Detail-Planungen mit den Architekten. Die Beauftragung des Büros soll Anfang kommenden Jahres erfolgen.

Der Architektenwettbewerb für den geplanten Neubau für ein integriertes Kinder- und Jugendtheater mit Kinderoper ist damit abgeschlossen. Alle fünf prämierten Entwürfe sind ab dem 4. Juli  im Opernhaus ausstellt. Der zweite Preis ging an das Büro PFP Planungs GmbH in Hamburg, der dritte an KSP Jürgen Engel Architekten (Berlin). Jeweils eine Anerkennung erhielten Gerber Architekten aus Dortmund sowie BEHNISCH Architekten aus Stuttgart.

Die Junge Bühne entsteht direkt am Schauspielhaus am Standort Hiltropwall/Ecke Hövelstraße. Das Haus vereint Musik und alle darstellenden Künste (Schauspiel, Oper und Tanz) unter einem Dach in einer für junges Publikum bundesweit einzigartigen Weise.

Das Preisgericht hob in seiner Begründung hervor, dass der Siegerentwurf städtebaulich überzeuge, indem er historische Sichtachsen respektiere und dem Stadtraum eine neue Prägnanz gebe, die sich sinnvoll aus dem Bestand entwickle. „Obwohl das Gebäude eigenständige Architekturformen wählt, bildet es einen integralen Bestandteil des gesamten Theaterkomplexes und konkurriert nicht mit der Nachbarbebauung“, hieß es weiter.

Der Siegerentwurf sieht einen quadratischen, gläsernen Kubus vor, der auf dem Sockel des auf Bestandshöhe ergänzten Schauspielhauses platziert wird. Die Besucher*innen werden vom Haupteingang am Hiltropwall über eine skulpturale Freitreppe an Kasse und Garderobe vorbei zur Studio- und weiter zur Hauptbühne geführt. Die beiden Bühnen und die Proberäume sind übereinander gestapelt. Aus Sicht des Theaters sind die Räume funktional sinnvoll angeordnet und ermöglichen einen reibungslosen Betrieb bis hin zur Anlieferung auf der Nordseite.

Seit 20 Jahren reift eine Vision, die nun konkret geworden ist: Dortmund wird ein neues Theater für Kinder und Jugendliche erhalten. Ein Vorhaben von großer kulturpolitischer Bedeutung und ein starkes Signal innerhalb der bundesdeutschen Kulturlandschaft“, erklärte Tobias Ehinger, Geschäftsführender Direktor des Theater Dortmund. - Andreas Rehnolt