Übrigens …

Opernaufführung im Papiertheater

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe lädt am Mittwoch, dem 8. Juli um 18.30 Uhr zu einer besonderen Vorstellung in sein Wittener Industriemuseum Zeche Nachtigall ein. Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Papierwelten“ wird Carl Maria von Webers Komische Oper „Abu Hassan“in einem Papiertheater aufgeführt.

Bei der 40-minütigen Vorstellung können aufgrund der Abstandsregeln nur zwölf Personen zuschauen, die einen Mundschutz tragen müssen. Zudem ist eine Anmeldung erforderlich bis 6. Juli per Mail an: zeche-nachtigall@lwl.org. Hans Günther Papirnik, Gründer eines Marionettentheaters und ehemaliger Schauspieler, setzt nach Angaben der Veranstalter das unterhaltsame, nahezu vergessene Kabinettstückchen des frühen 19. Jahrhunderts in Szene.

Nach einem kleinen Vortrag zur Entstehung und Verbreitung des Papiertheaters entführt Papirnik die Zuschauer nach Bagdad in die Märchenwelt von 1001 Nacht. Das heitere Geschehen um Abu Hassan und seine Frau Fatime, die sich durch eine geniale Idee von ihren beträchtlichen Schulden befreien wollen, wurde extra für das Papiertheater bearbeitet und mit klassischen Kulissen- und Figurenbögen auf die kleine Bühne gebracht.

Papiertheater ist nicht perfekt, aber es regt immer die eigene Fantasie an“, schwärmt Papirnick, der seit über acht Jahren mit seinem selbstgebauten Theaterwagen umherzieht. Die Zuschauer haben auch die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Theaters zu schauen. „Wir müssen die Teilnehmerzahl leider begrenzen, aber so wird es für jeden eine individuelle und bestimmt unvergessliche Vorführung“, meint LWL-Museumsleiter Michael Peters.

Im Anschluss an die Vorstellung können die Zuschauer zudem die Ausstellung „Papierwelten - Kartonmodellbau gestern und heute“ in der Zeche Nachtigall besichtigen. - Andreas Rehnolt