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FFT Düsseldorf erhält ASSITEJ Preis 2021

Das Kinder- und Jugendtheater-Netzwerk ASSITEJ e. V. zeichnet seit dem Jahre 1991 in zweijährigem Rhythmus Veranstalter, Theater und Persönlichkeiten aus, die in besonderer Weise den Stellenwert des Theaters für ein junges Publikum in Kunst und Kulturpolitik sichtbar machen und sich für die Förderung und Wahrnehmung des Kinder- und Jugendtheaters engagieren. Einer der ASSITEJ-Preise des Jahres 2021 geht an das Forum Freies Theater Düsseldorf(FFT) unter Leitung von Kathrin Tiedemann. Die aus Miriam Bernhardt (Theater Pfütze Nürnberg), Barbara Kantel (Schauspiel Hannover), Jutta M. Staerk (COMEDIA Theater Köln und Stv. Vorsitzende des ASSITEJ e. V.), Prof. Dr. Gerd Taube (Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland) und Lisa Zehetner (ASSITEJ-Vorstand und Dramaturgin aus Düsseldorf) bestehende Jury begründet diese Entscheidung wie folgt:

Das Produktionshaus FFT Düsseldorf stellt experimentelle und performative Ansätze in den Mittelpunkt seines Programms. In zahlreichen Projekten und Kooperationen ermutigen Kathrin Tiedemann und ihr Team insbesondere junge Künstler*innen dazu, sich mit jungem Publikum zu beschäftigen und setzen sich für die Zusammenarbeit von Theatern und Schulen ein. Das FFT macht damit die Darstellenden Künste für junges Publikum als Auftrag und Arbeitsfeld von Produktionshäusern sichtbar und stärkt sie als Orte professioneller Vernetzung über Genregrenzen hinaus.“

Kathrin Tiedemann äußerte sich hocherfreut über die Würdigung der Arbeit des FFT für Kinder und Jugendliche und betont in ihrer Reaktion auf die Preisverleihung, dass Produktionen für junges Publikum im FFT ein selbstverständlicher, gleichberechtigter Teil des Programms seien und sich an alle Zuschauergruppen richteten. Sie führt dafür beispielhaft Koproduktionen mit Wera Mahne oder Ingo Toben und Gruppen wie pulk fiktion und subbotnik an, die sich durch ein hohes künstlerisches Risiko auszeichneten und die Grenzen des Genres erweiterten. (Insbesondere über die großartigen Produktionen von subbotnik und pulk fiktion hat theater:pur regelmäßig berichtet.) Tiedemann weist darüber hinaus auf die langjährigen Kooperationen des FFT mit Schulen sowie auf Projekte hin, in denen Jugendliche selbst künstlerisch aktiv werden.

Die weiteren Träger des ASSISTEJ Preises 2021 sind das Puppentheater Magdeburg und der Studiengang Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Der in diesem Jahr erstmals verliehene Bernd Mand-Preis für Kulturjournalismus geht an Eva-Maria Magel von der Rhein-Main-Zeitung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung; die Veranstalter-Preise werden an Annette Rommel vom augenauf! Festival und dem Theaterfrühling Winterthur sowie an Ingrid Wolff vom internationalen 2turvenhoog Festival in Almere/Niederlande vergeben. theater:pur gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern. - Dietmar Zimmermann

Foto: Oliver Paul