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40-jähriges Jubiläum als Leiter des Düsseldorfer Marionetten-Theaters

Im Februar dieses Jahres feiert der Leiter des Düsseldorfer Marionetten-Theaters Anton Bachleitner sein 40-jähriges Jubiläum als Theaterleiter und Bildhauer. In bislang 22 Inszenierungen hat Bachleitner die Gestaltung der Puppen sowie der Bühne im kleinen Theater im Herzen der Düsseldorfer Altstadt maßgeblich geprägt. Wegen der Corona-Pandemie ist der Spielbetrieb seit Mitte März 2020 eingestellt und kann auch weiterhin nicht wieder aufgenommen werden. Was dazu fehlt ist eine hochwertige und nachhaltige Lüftungs- und Klimaanlage.

Diese muss Zu- und Abluft, Kühl- und Heizaggregat, Filtersystem und Schallschutz beinhalten und wird nach Angaben des Marionettentheaters einiges kosten. Man setzt auf Finanzhilfen von Stadt und Land, von Hilfsfonds, Spenden und Kosteneinsparungen. Bachleitner, der im Alter von 25 Jahren im Februar 1981 ans damalige „Rheinische Marionettentheater Zangerle“ als künstlerischer Leiter berufen wurde, taufte das Theater wenige Jahre später in „Düsseldorfer Marionetten-Theater“ um.

Gelernt hat er das Schnitzen und Spielen in der Werkstatt von Oskar Paul zunächst als Jugendlicher im Tölzer Marionettentheater, später spielte er mit einer selbst gegründeten Schülermarionettenbühne im Internat, dem Kolleg St. Blasien. Im Anschluss absolvierte Bachleitner in Garmisch-Partenkirchen eine Schreinerlehre in der renommierten „Schule für Holz und Gestaltung“, in der er auch Kurse für Marionettenbau gab. Zwei Produktionen, in die das Marionetten-Theater viel Arbeit und Hoffnung gesetzt hatte, sind der Corona-Krise zum Opfer gefallen. Man hofft im Theater an der Bilker Str. 7 auf ein Wiederanlaufen der Inszenierungen im Herbst oder Winter dieses Jahres. 

Was bislang nicht zu sehen war, waren die Koproduktion mit der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg mit dem Titel „Meister Pedros Puppenspiel“ von Manuel de Falla. Das Stück erlebte 1923 in Paris seine Uraufführung als Kammeroper im Beisein von Pablo Picasso und Igor Strawinsky. De Falla greift hier eine Episode aus dem Ritterroman „Don Quichotte“ auf, in der der Ritter von der traurigen Gestalt einem Puppenspiel beiwohnt, das von einem Wandermarionetten-Theater in einem Wirtshaus aufgeführt wird. Er verwechselt Phantasie und Realität und zerstört am Ende das Marionettentheater. Die zweite für 2020 geplante Produktion war „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren. Auch sie konnte bislang coronabedingt nicht präsentiert werden. - Andreas Rehnolt