Übrigens …

Finale beim internationalen Shakespeare-Festival in Neuss

Die 22. Ausgabe des bundesweit bekannten Internationalen Shakespeare-Festival im Nachbau des Londoner Globe-Theaters im rheinischen Neuss ist am Samstag (7. Juli) zu Ende gegangen. Zum Schluss gab es eine Hip-Hop-Variante von „Othello“, dargeboten vom Shakespeare-Theater Chicago und den „Q-Brothers“, die zeigte, dass der Autor auch in einer solch ausgefallenen Inszenierungsart Bestand hat. Der Applaus nach Ende der gut 90-minütigen Aufführung wollte schier kein Ende nehmen. Insgesamt zog das diesjährige Festival seit dem Start am 7. Juni rund 13.500 Shakespeare-Fans aus fern und nah an.

Die Auslastung lag nicht zuletzt wegen der Fußball-Europameisterschaft und den zahlreichen „Exoten“ im Programm diesmal „nur“ bei 86 Prozent. 16 verschiedene Beiträge, die von Schauspielern aus sieben Ländern präsentiert wurden, gab es zu sehen. Zu den Höhepunkten in diesem Jahr zählten sicherlich das Icarus Theatre aus London mit seiner Version des „Macbeth“, und der Auftritt der Compagnie Roy-e-Sabs aus der afghanischen Hauptstadt Kabul, die Shakespeares „Comedy of Errors“ mit liebevollem Spiel und viel menschlicher Wärme präsentierte.

Außer aus Afghanistan reisten Theatergruppen aus Litauen, Polen, Frankreich, Großbritannien und den USA an. Aus Deutschland brachten die Shakespeare-Compagnien aus Berlin und Bremen Stücke des weltberühmten britischen Autors auf die Bühne des Globe. Schließlich standen auch noch zwei Produktionen des Rheinischen Landestheaters Neuss auf dem Programm. Auch bei der 22. Ausgabe faszinierten die Bandbreite des Programms, das unverwechselbare Flair des Aufführungsortes sowie die schauspielerische Qualität der Gäste. Auch im nächsten Jahr wird es im Neusser Globe-Theater nach den Worten des künstlerischen Leiters Rainer Wiertz das Shakespeare-Festival geben. – Andreas Rehnolt