Ende des Theaters Trier?
Wird das Theater Trier weggespart? Es sieht ganz danach aus. Bis Juni soll das Berliner Beratungsunternehmen ICG „strukturelle“ Maßnahmen erarbeiten, um zusätzliche 400 000 Euro pro Jahr einzusparen. Das geht an die Substanz. „Das Opfern einer Bühne mit einer mehr als 200-jährigen Tradition, verbunden mit dem langfristigen Verlust von mehr als 200 Arbeitsplätzen in Trier - das kann der Stadtrat doch nicht wollen“, glaubt Intendant Gerhard Weber, „bei allem Verständnis für die dramatische Finanzsituation der Stadt“. Er bittet darum, dass sich die Lokalpolitiker „vor ihr Theater stellen“.
Dazu hätten sie Gelegenheit, würden sie die „Pro Ensemble-Theater“-Petition unterstützen. Die hat zum Ziel, binnen 60 Tagen 20.000 Unterzeichner zu gewinnen. Fünf Prozent der angepeilten Marke sind bereits einen Tag nach dem Start zusammengekommen. Und erfahrungsgemäß wird die einmal ins Laufen geratene Online-Kampagne nicht verebben, sondern weite Kreise ziehen. Sicherheitshalber wird auch auf nichtdigitalem Weg um Unterstützung geworben.
Treue Besucher kennen das: Bereits zu Beginn der Spielzeit 2011/12 sammelte das Theater Unterschriften „gegen das Totsparen“. Rund 10.000 kamen damals zusammen. Adressat: Kulturdezernent Thomas Egger und der übrige Stadtvorstand. Resultat laut Intendant Weber: „Wir befinden uns immer noch zwischen Hoffen und Bangen.“
Diesmal wendet sich das Theater direkt an die Entscheidungsträger, sprich: den Stadtrat. Der könnte sich in seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien (Mittwoch, 3. Juli) mit der Zukunft des Theaters befassen und den Daumen heben - oder senken.
Wer für den Erhalt des Theater Trier plädiert, kann die Petition unterzeichnen unter diesem Link.