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Ulrich Khuon ist neuer Präsident des Deutschen Bühnenvereins

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Theater Erfurt haben die Mitglieder des Deutschen Bühnenvereins am Dienstag einstimmig Ulrich Khuon für vier Jahre als neuen Präsidenten des Bühnenvereins gewählt. Der 1951 geborene Khuon ist Intendant des Deutschen Theaters in Berlin und Nachfolger der im Oktober verstorbenen Bühnenvereins-Präsidentin Barbara Kisseler, teilte eine Sprecherin des Bühnenvereins in Köln mit.

Zusammen mit dem neuen Geschäftsführenden Direktor des Bühnenvereins, Marc Grandmontagne, will Khuon in den nächsten Jahren unter anderem den Dialog mit Politikern in Bund, Ländern und Kommunen verstärken. „Das Zentrum der Arbeit des Bühnenvereins wird durch die einzelnen Häuser und ihre Kraft und Vielfalt definiert", so der neue Präsident.

„In der gegenwärtigen Situation der Sprachlosigkeit, der Ratlosigkeit, des Falschsprechens oder des Nichtmiteinanderredens, wächst die Bedeutung der Orte, an denen die offene Gesellschaft gesucht, diskutiert und gelebt wird. Jedes einzelne Theater und Orchester spielt dabei eine zentrale Rolle", so Khuon in seiner Antrittsrede weiter.

Der Bühnenverein sei für die Theater und Orchester ein bundesweit wirkungsmächtiger Multiplikator und ein wichtiges Forum für den Austausch von Kulturschaffenden und Kulturpolitik. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Bühnenvereins soll die Verbesserung der Arbeitsbedingungen an Theatern und bei Orchestern sein.

Am 23. und 24. Januar tagte auch die Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins im Nationaltheater Weimar und diskutierte vor allem über das Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Politik. Theater und Orchester trügen mit ihrer Kunst aktiv zur Sensibilisierung und Wahrnehmbarkeit gesellschaftlicher Zusammenhänge bei und müssten sich klar positionieren, betont der Vorsitzende der Intendantengruppe, Nationaltheaterintendant Hasko Weber: „Nationalismus, Rassismus und jeder Form von Respektlosigkeit gilt es engagiert entgegenzutreten".  – Andreas Rehnolt