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Der Deutsche Bühnenverein verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine

Der russische Angriff auf die Ukraine ist nach Einschätzung des Deutschen Bühnenvereins ein „schockierender Verstoß gegen die europäische Friedensordnung der letzten Jahrzehnte." Der Bundeskanzler habe Recht, wenn er von einem „eklatanten Bruch des Völkerrechts" spricht, hieß es am Donnerstag in einem in Köln veröffentlichten Statement des Bühnenvereins. Bis zuletzt hätten auch die Mitglieder des Deutschen Bühnenvereins gehofft, dass Vernunft einzieht und eine Lösung des mutwillig herbeigeführten Konflikts auf diplomatischem Wege möglich bleibe. Diese Hoffnungen auf die Kraft des Friedens und des Gesprächs seien durch die heutige Entscheidung des russischen Präsidenten bitter enttäuscht worden.

Der von Russland begonnene Krieg diene offensichtlich nicht nur russischen Machtbestrebungen, sondern ziele erkennbar auch ganz grundsätzlich auf die Idee einer offenen und freien Gesellschaft in der Ukraine. Der Angriff gelte auch den Möglichkeiten für Kunst und Kultur, sich überall auf der Welt frei zu entfalten und auf den Wunsch vieler in Vielfalt und Frieden miteinander leben zu können. Der Deutsche Bühnenverein steht solidarisch zu all jenen, die weiter fest an diese Möglichkeiten eines vielfältigen und friedlichen Miteinanders, an die Kraft der Kunst und die befriedende Wirkung der Kultur glauben und die jetzt dafür streiten müssen - in der Ukraine, aber auch in der russischen Zivilgesellschaft.

Es gebe viele gute Beispiele wie gerade kultureller Austausch und künstlerische Zusammenarbeit über Grenzen hinweg die Grundlage für Frieden und Verständigung schaffen können, so der Präsident des Bühnenvereins, Carsten Brosda. „Wir werden alles uns Mögliche dafür tun, dass diese Bemühungen weitergehen, dass Zusammenarbeit der Friedfertigen möglich bleibt und dafür auch die Mittel der Kunst und der Kultur genutzt werden können.“, so Brosda weiter. - Andreas Rehnolt