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Deutscher Tanzpreis

Am 15. Oktober wird im Essener Aalto-Theater der Deutsche Tanzpreis des Dachverbandes Tanz Deutschland verliehen. Erstmals wird der Hauptpreis an zwei Tanzkünstler vergeben: Marco Goecke und Christoph Winkler erhalten die mit jeweils 10.000 Euro dotierte Auszeichnung. Die Jury will damit die Vielfalt des Tanzes sowohl innerhalb der festen Ensembles an Theaterhäusern als auch in der freien Szene abbilden, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung des Verbandes.
Marco Goecke war über ein Jahrzehnt Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts und ist seit vielen Jahren Associate Choreographer beim Nederlands Dans Theater. Ab der Spielzeit? 2019/2020 übernahm er zudem die Ballettdirektion des Staatsballetts Hannover. Seine Werke finden sich im Repertoire zahlreicher Kompanien. Christoph Winkler gehört zu den erfolgreichsten Choreografen der freien Tanzszene. Sein Weg führte vom Spartakiade-Sieg im Gewichtheben über Kampfsport und Breakdance hin zum Streetdance und schließlich zur Staatlichen Ballettschule Berlin. Seit 1998 kreiert er als freischaffender Künstler Tanzproduktionen.
Reinhild Hoffmann wird mit dem ebenfalls mit 10.000 Euro dotierten Ehrenpreis für ihr Lebenswerk geehrt. Sie trug dazu bei, den Tanz als Gattung zu emanzipieren. Als Tänzerin, Choreographin und Regisseurin entwickelte sie ab den 1970er Jahren eine eigene choreografische Sprache von unverwechselbarer Bildfantasie. Die Schülerin von Kurt Joos brachte sie ihre ersten choreographischen Gruppenarbeiten als Leiterin des Folkwang Tanzstudios in Essen heraus. Sie arbeitete unter anderem auch am Schauspielhaus Bochum. Der Verein Aktion Tanz bekommt für herausragende Entwicklungen im Tanz 5.000 Euro. - Andreas Rehnolt