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Kay Voges wird neuer Intendant am Schauspielhaus Köln

Der derzeitige Chef des Wiener Volkstheaters, Kay Voges, wird neuer Intendant am Schauspielhaus in Köln. Der 1972 in Düsseldorf geborene Voges ist deutschlandweit bekannt, nicht zuletzt durch seine langjährige und überaus erfolgreiche Intendanten-Tätigkeit am Schauspiel Dortmund. Der aktuelle Intendant der Kölner Theaters, dass seit 12 Jahren in Übergangs-Spielstätten seine Stücke präsentiert, Stefan Bachmann, geht ab der Spielzeit 2024/25 ans Wiener Burgtheater. Die Zeit bis zum Beginn der Ära Voges in der Domstadt wird durch eine Interimslösung mit einem Hausregisseur der Kölner Bühne überbrückt.
Voges gab sich nach seiner Wahl (ohne Gegenkandidaten) zuversichtlich, dass die Immer-noch-Baustelle des Schauspielhauses „eine der Topbühnen Europas" werden wird. Im Herbst kommenden Jahres soll das sanierte Stammhaus neben der Oper fertig und bereits bezogen sein Aber ein Ende der Baustelle ist bereits mehrfach angekündigt und doch wieder verschoben worden. Aber die Verantwortlichen sind dieses Mal zuversichtlich und setzen auf das Kölsche Motto (in hochdeutscher Übersetzung): „Es ist noch immer gutgegangen“.
Voges war in den vergangenen zweieinhalb Jahren als Schauspiel- und Opernregisseur tätig. Das Dortmunder Theater hat er in den Jahren seiner Intendanz (2010-2020) überregional bekannt gemacht mit seiner Stückeauswahl und Regiearbeit. Drei Mal wurde die Revierbühne vom Fachmagazin Theater Heute auf den zweiten Platz als „Theater des Jahres" im deutschsprachigen Raum gewählt. Mehrfach wurde es zum besten Theater in NRW gewählt. Voges begann seine Bühnentätigkeit als Regieassistenz in Oberhausen, von 1999 bis 2003 war er dort Mitglied in der künstlerischen Leitung.
Weitere Stationen waren Darmstadt, Magdeburg, Münster, Bonn, Kassel, Moers und Dresden. In seiner kommenden Amtszeit am Schauspiel der Domstadt will Voges für Köln sowohl überregionale und internationale Beachtung erspielen. Hohe Zielvorgaben, die der neue Mann da selbst vorgibt. Bleibt abzuwarten, ob es ihm gelingt, an die durchaus erfolgreichen Bachmann-Jahre anzuknüpfen. Zu Wünschen wäre es ihm allemal. Dann könnten sich Ärger und Wut über die stetig steigenden Renovierungskosten schnell in Wohlgefallen auflösen. - Andreas Rehnolt